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14.03.2013

Zertifizierte Ausbildungsstätte für TEE

Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg bildet Spezialisten für Herz-Ultraschall aus. Auch Ärzte aus dem Ausland hospitieren in Bernau.

Dr. Georg Fritz und Schwester Petra Lohse werten am Monitor Untersuchungsergebnisse aus

Als erste Einrichtung in ganz Brandenburg ist das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg jetzt eine „Anerkannte Ausbildungsstätte für transösophageale Echokardiografie (TEE)“ – für Ultraschall des Herzens durch die Speiseröhre. Bislang hat die deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) nur 15 Krankenhäusern in der gesamten Bundesrepublik dieses Zertifikat verliehen, das zur Aus- und Weiterbildung von Spezialisten für den Herz-Ultraschall berechtigt.

Was ist eine transösophageale Echokardiografie?

Bekannt ist die Untersuchung auch als Schluck-Echo, weil dabei ein biegsames Instrument in die Speiseröhre eingeführt wird, an dessen Ende sich ein Ultraschallkopf befindet. Es erinnert an den Schlauch, der bei einer Magenspiegelung verwandt wird. „Durch die Nähe der Ultraschallsonde zum Herzen werden das Herz selbst, die Herzklappen und die großen Blutgefäße im Brustraum bei der Untersuchung hervorragend sichtbar“, erläutert Dr. Georg Fritz, Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Immanuel Klinikum.

Das Schluck-Echo dient der Kontrolle des OP-Erfolges bei Herzklappen-Operationen und erlaubt dem Anästhesisten und Intensivmediziner die präzise Steuerung der Kreislauftherapie bei Patienten auf der Intensivstation oder im Operationssaal. „Durch die TEE können schwerkranke Patienten bei schwierigen Operationen und auf der Intensivstation besser überwacht werden - ein großer Fortschritt in der Anästhesie und Intensivmedizin", so Dr. Georg Fritz.

Weiterbildungskurs für Brandenburger und Berliner Ärzte

Fünf- bis sechsmal täglich – bis zu zweitausendmal im Jahr – steht die Untersuchung in Bernau auf dem Programm. Die Zertifizierung ist für den Chefarzt und sein Team, zu dem 20 Ärzte gehören, „vorläufiger Höhepunkt unserer Bemühungen, die Echokardiografie auch im Operationssaal und auf der Intensivstation auf höchstem Niveau zu etablieren“. Beantragt werden muss das Zertifikat alle zwei Jahre neu. Fachkollegen aus dem In- und Ausland, so aus Frankreich und Italien, kommen zum Hospitieren nach Bernau.

Interessierte Laien hatten am 3. November, dem „Tag des Herzzentrums“, im Bernauer Paulus-Praetorius-Gymnasium Gelegenheit zu sehen, wie der Ultraschall des Herzens funktioniert. Möglich wurde das durch die Live-Übertragung von Operationen aus dem Herzzentrum.

 
 
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