Pressemitteilungen

24.06.2016

Diabetes mit Wissen begegnen

Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg lädt zum 14. Bernauer Diabetikertag ein. Am Sonnabend, den 18. Juni, stehen von 10 bis 13 Uhr vielseitige Vorträge über Diabetes und individuelle Beratungen auf dem Programm.
Herzzentrum Brandenburg -Diabetes - Diabetestag

Das Hochschulklinikum an der Ladeburger Straße veranstaltet den Diabetikertag wieder gemeinsam mit dem Diabetikerbund und der Diabetologischen Schwerpunktpraxis Bernau. Dipl.-Med. Christiane Schade wird über die Diabetische Neuropathie als Begleiterkrankung sprechen. Weitere Themenschwerpunkte sind die Therapieoptionen bei Typ 2 und die neuesten Erkenntnisse zur Ernährung. Chefarzt Dr. Georg Fritz spricht über moderne Anästhesie-Verfahren und Besonderheiten im Umgang mit Diabetes mellitus.

Der Diabetikertag ist eine ideale Möglichkeit, sich fachkundigen Rat von Experten zu holen und mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Eingeladen ist jeder, der sich über Diabetes und das Leben mit dieser Krankheit informieren möchte.

In einer Begleitausstellung können sich die Besucher über die Funktionsweise von Blutzuckermessgeräten und über andere Hilfsmittel informieren. Gern können sie am Diabetikertag auch ihren Blutdruck und Blutzucker messen lassen. In der Pause wird gezeigt, wie man Vollwertsnacks zubereitet.

Wir sprachen mit dem Internisten Oberarzt Dipl. med. Udo Schwill und Diabetesberaterin Nicole Jonas vom Diabetesteam des Klinikums.

Respekt, dass Sie den Diabetikertag nun schon zum 14. Mal veranstalten. Was erwartet die Besucher in diesem Jahr?
Udo Schwill:
Sie können wieder auf interessante Vorträge gespannt sein. Als neuen Referenten konnten wir Chefarzt Dr. Georg Fritz gewinnen, der über „Diabetes mellitus und Narkose“ sprechen wird. Schließlich muss der Diabetes auch bei einer Operation berücksichtigt werden. Diabetische Neuropathie ist das Thema der Internistin Christiane Schade. Die durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte hervorgerufene Nervenschädigung gehört leider zu den häufigsten Folgeschäden eines Diabetes.

Und Sie geben am Diabetikertag Tipps zur richtigen Ernährung bei Diabetes …
Udo Schwill: Ein sehr komplexes Thema. Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht. Die so genannte Adipositas nimmt sogar dramatisch zu. Und Übergewicht erhöht nun einmal das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Für Typ-2-Diabetiker ist Übergewicht extrem schädlich. Stellt sich die Frage: Sind Kohlenhydrate ein Segen für die Menschheit? Ich werde auf jeden Fall Tipps für eine sinnvolle Ernährung geben.

„Einmal Insulin – immer Insulin?“, so der Titel Ihres Vortrages, Frau Jonas. Die Antwort darauf interessiert bestimmt viele …
Nicole Jonas: Ich will versuchen, ein bisschen die Angst vor der Insulinspritze zu nehmen. Wenn sich der Patient, von Krankheitsbeginn an, an einige Vorgaben hält, gibt es durchaus die Chance, erst die Insulindosis reduzieren zu können und dann den Blutzuckerspiegel mittels einer Tablettentherapie optimal zu halten.

Was sind das für Vorgaben?
Nicole Jonas: Ausgewogene Ernährung, ein deutliches Mehr an regelmäßiger Bewegung sowie lebenslange Gewichtsoptimierung. Es reicht nicht, mal schnell drei Kilo abzunehmen und dann weiterzumachen wie bisher. Je früher man seinen Lebensstil ändert, umso größer sind die Chancen, gegebenenfalls auf die Insulinspritze verzichten zu können.

Was so einfach klingt, ist so schwer. Trotz einer Fülle von Informationen zur gesunden Lebensweise steigt vor allem die Zahl der Typ-2-Diabetiker von Jahr zu Jahr. Etwa acht Millionen Menschen sollen in Deutschland von der Krankheit betroffen sein. Führen Sie einen Kampf gegen Windmühlenflügel?
Udo Schwill: Ja, manchmal kommt einem das schon so vor. Man redet und redet, doch ändern tut sich nichts. In den 1960er Jahren gab es in Deutschland geschätzt gerade einmal eine halbe Million Typ-2-Diabetiker. Von Jahr zu Jahr werden es mehr. Und sie werden immer jünger. Von Altersdiabetes kann man nicht mehr reden. Wir sind uns jedoch sicher: Wäre die Aufklärung nicht so intensiv, würde die Zahl der Diabetiker noch schneller steigen und litten bereits Erkrankte noch häufiger an Begleiterkrankungen. Über den Diabetes und seine Folgen kann man nicht genug informieren. Nur leider fällt es uns allen sehr schwer, unseren Lebensstil zu ändern. Zumal das auch noch so gravierend und dauerhaft sein muss, dass es kaum jemand durchhält. Diabetes ist eine chronische Krankheit und alles, was die Patienten ändern müssen, müssen sie auch chronisch ändern. Hauptübel ist aus meiner Sicht, dass wir uns zu wenig bewegen.

Kommen auch immer mehr Diabetiker zur Behandlung ins Immanuel Klinikum?
Udo Schwill: Mehr als ein Viertel der Patienten, die in unserem Haus behandelt werden, sind Diabetiker. Tendenz steigend. Zu uns kommen viele Herzkranke mit Diabetes. Bei allen Patienten prüfen wir, ob die Blutzuckereinstellung gut ist. Ist es nicht an dem, erfolgt durch unser Diabetesteam eine strukturierte Therapie nach einem festgelegten Behandlungsleitfaden. Nicht selten wird die Krankheit auch erst bei uns diagnostiziert. Auf jeden Fall sind Diabetiker bei uns in den besten Händen. Schließlich ist das Immanuel Klinikum ein von der Deutschen Diabetesgesellschaft zertifiziertes Krankenhaus. 

Ihre Ansprechpartnerin vor Ort

Ihr Ansprechpartner vor Ort
Daniela Zacharias

Koordinatorin Qualitätsmanagement
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ladeburger Straße 17
16321 Bernau bei Berlin
d.zacharias@immanuel.de
T: 03338 694-925

 

Ihre Presse-Ansprechpartnerin

Eva Eisenhofer
Pressereferentin und Medienkoordinatorin

Immanuel Diakonie
Am Kleinen Wannsee 5A
14109 Berlin
e.eisenhofer@immanuel.de
T. 030 80505-843

Basis-Informationen

Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg

Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg ist Hochschulklinikum derMedizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane sowie Krankenhaus der Grundversorgung ((Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie und Chirurgie) und Fachkrankenhaus für Herzmedizin. Insgesamt werden jährlich über 12.000 Patienten stationär und ca. 18.000 Patienten ambulant versorgt. Im Ergebnis einer deutschlandweiten Patientenbefragung des Picker Instituts aus dem Jahr 2014 ist das Immanuel Klinikum Bernau die elternfreundlichste Geburtsklinik Deutschlands. Auch 2016 gehört die Abteilung für Geburtshilfe weiterhin zu den drei besten in ganz Deutschland.

Das Herzzentrum Brandenburg zählt mit seinen ca. 1.500 Herzoperationen und über 6.400 Behandlungen in vier Herzkatheterlaboren, wovon eines als Hybrid-Katheterlabor ausgelegt ist und sechs Operationssälen, einer davon ein hochmoderner Hybrid-OP, zu den führenden Einrichtungen in Deutschland. Die Patienten aus der Metropolregion Berlin sowie dem In- und Ausland können in der medizinischen und pflegerischen Betreuung auf einen über 20jährigen Erfahrungsschatz vertrauen.

Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg ist Hochschulklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane.

Weitere Informationen:

www.bernau.immanuel.de
www.herzzentrum.immanuel.de
www.mhb-fontane.de
www.facebook.com/Herzzentrum-Brandenburg
www.twitter.com/iD_Herzzentrum

Immanuel Diakonie

Die Immanuel Diakonie betreibt Kliniken, Arztpraxen, Senioreneinrichtungen sowie Einrichtungen der Suchtkranken- und Behindertenhilfe und Beratungsstellen an ca. 50 Standorten in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Sitz des Unternehmens, das insgesamt ca. 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, ist Berlin. Dienstleistungsgesellschaften im Bereich der Gesundheitsversorgung gehören ebenfalls zur Immanuel Diakonie, deren alleinige Gesellschafterin die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg, Hauptstraße, K.d.ö.R. (baptisten.schöneberg) ist.

Weitere Informationen:

http://www.immanuel.de
http://www.immanuel-diakonie-blog.de
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