Pressemitteilungen

22.10.2018

Gefahr für Klappen und Körper – Bakterielle Entzündungen des Herzens

Einladung zum 26. Tag des Herzzentrums am 10. November
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg - Pressemitteilungen - Gefahr für Klappen und Körper – Bakterielle Entzündungen des Herzens - Einladung zum 26. Tag des Herzzentrums am 10. November

Eine live übertragene Herzklappenoperation beim Tag des Herzzentrums. Prof. Dr. med. Johannes Albes, Chefarzt für Herzchirurgie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg, erklärt dem Publikum den Eingriff, den seine Kollegen im Hybrid-Operationssaal vornehmen. © Immanuel Diakonie GmbH, Foto: Elisabeth Wittnebel

Bakterielle Entzündungen der Herzklappen stellen eine zunehmende Gefahr für herzkranke Menschen dar. Diagnostizierte das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg 2007 Endokarditis noch bei drei Prozent der Herzklappenpatienten, sind es heute bereits 15 Prozent. Der 26. Tag des Herzzentrums am 10. November 2018 widmet sich deshalb von 10 bis 12.30 Uhr den Ursachen, der Behandlung und der Prophylaxe von Endokarditis. Über eine Großleinwand im Paulus-Praetorius-Gymnasium in Bernau bei Berlin können Besucherinnen und Besucher wieder live aus dem Herz-Katheterlabor und Herz-Operationssaal übertragene Eingriffe mitverfolgen. Zudem können Interessierte die Veranstaltung im Internet via Livestream sehen.  

Die Erkrankung

„Bakterielle Entzündungen der Herzklappen haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen und sind lebensgefährlich. Endokarditis wird von Keimen verursacht, die normalerweise nicht ins Blut gelangen“, erläutert Prof. Dr. med. Johannes Albes, Chefarzt der Abteilung für Herzchirurgie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg. Betroffen sind häufig ältere Menschen mit schwerwiegenden Nebenerkrankungen wie Diabetes oder Nierenschwäche. Einige haben bereits eine Operation am Herzen hinter sich und tragen Herzklappen, Herzschrittmacher oder Defibrillatoren in sich. Häufig verschlechtern Medikamente die Immunabwehr. „Der Körper kann Bazillen, die in das Blut gelangen, nicht schnell genug abtöten. Diese nisten sich dann bevorzugt auf den Herzklappen oder auch an eingesetzten künstlichen Systemen ein. Dort kapseln sie sich ab, vermehren sich und zerstören nach und nach das umliegende Gewebe“, sagt Prof. Dr. Albes. Auch die Organe und das Gehirn können die Keime lebensgefährlich schädigen. 

Die Prophylaxe

Der 26. Tag des Herzzentrums klärt darüber auf, warum bakterielle Entzündungen des Herzens zunehmen, wie effektive Endokarditis-Prophylaxe gelingt, welche Rolle dabei die richtige Gabe von Antibiotika für Risikopatienten spielt und wie das Hygieneteam Patienten bereits zu Hause auf eine Operation vorbereitet, um die Keimbelastung zu reduzieren. „Mit unserem gezielten Maßnahmenbündel haben wir viel erreicht: Die Wundinfektionsrate nach Operationen konnte deutlich gesenkt werden und der Anteil an Infektionen mit sogenannten multiresistenten Keimen am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt“, sagt Dr. med. Georg Fritz, Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.  

Die Behandlung

In einer live aus dem Hybrid-Herzoperationssaal übertragenen Operation zeigt das Team der Herzchirurgie, wie eine von Bakterien geschädigte Herzklappe ersetzt werden kann, ohne dass dabei gefährliche Bakterien in die Blutbahn geraten. Prof. Dr. med. Christian Butter, Chefarzt der Abteilung für Kardiologie, erklärt bei einem live aus dem Hybrid-Katheterlabor übertragenen Eingriff, wie sein Team Patienten mit einem von Bakterien besiedelten Herzschrittmacher oder Defibrillator behandelt.

„Die Behandlung bakterieller Entzündungen des Herzmuskels ist sehr komplex und heraufordernd. Deshalb sind betroffene Patienten in einem spezialisierten, interdisziplinären Endokarditis-Team an einem Herzzentrum in den besten Händen. Um sie optimal zu betreuen, arbeiten wir eng mit externen Fachärzten zusammen“, sagt Prof. Dr. med. Albes.  

Weitere Informationen:

Hier können Sie der Veranstaltung im Livestream folgen
Veranstaltungsflyer zum 26. Tag des Herzzentrums 

Das Programm

  • 10.00 Uhr Herzlich willkommen! Begrüßung durch Andreas Linke und Daniel Kurth 
  • 10.10 Uhr Endokarditis: Geißel der modernen Medizin, Johannes Albes 
  • 10.20 Uhr Zerstörung von Herzklappe und Umgebung durch Bakterien – eine chirurgische Herausforderung | Herzklappenersatz bei einem Patienten mit Endokarditis, LIVE aus dem Hybrid-Herzoperationssaal, Operateur: Thomas Claus, Moderation: Johannes Albes 
  • 10.50 Uhr Der Spagat zwischen zu viel und zu wenig Antibiotika | Endokarditis, eine intensiv-medizinische Herausforderung LIVE aus dem Hybrid-Herzoperationssaal, Georg Fritz 
  • 11.05 Uhr Hygiene ist nicht alles, aber alles wäre nichts ohne Hygiene | Einblick hinter die Kulissen wirksamer Keimbarrieren in der Intensivpflege, LIVE aus der Intensivstation, Birgit Pilz und Marion Baldy 
  • 11.20 Uhr Kaffeepause, Besuch des Ausstellerparcours | Im Livestream „Das Beste vom 25. Tag des Herzzentrums“ 
  • 11.45 Uhr Lebenswege | 10 Jahre TAVI | Eine Begegnung mit ersten TAVI-Patientinnen 
  • 11.50 Uhr Einmal besiedelt, dauerhaft dabei | Bakterienrasen auf Herzschrittmachern und Defibrillatoren zwingen zu weitreichenden Maßnahmen, LIVE aus dem Hybrid-Herzkatheterlabor, Operateure: Frank Hölschermann und Michael Neuss, Moderation: Christian Butter 
  • 12.20 Uhr In besten Händen, dem Leben zuliebe | Ausblick Immanuel Albertinen Diakonie mit Udo Schmidt und Matthias Scheller 
  • 12.30 Uhr Einladung zu Brunch und Gesprächen

Die Referentinnen und Referenten

  • Univ.-Prof. Dr. med. Johannes Albes, Chefarzt Herzchirurgie, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Marion Baldy, Leitende Hygienefachkraft, Immanuel Diakonie
  • Univ.-Prof. Dr. med. Christian Butter, Chefarzt Kardiologie, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Dr. med. Thomas Claus, Leitender Oberarzt Herzchirurgie, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Dr. med. Georg Fritz, Chefarzt Anästhesiologie, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Frank Hölschermann, Oberarzt Kardiologie, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Daniel Kurth, Landrat Landkreis Barnim
  • Andreas Linke, Geschäftsführer, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Dr. med. Michael Neuss, Oberarzt Kardiologie Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Birgit Pilz, Pflegedirektorin, Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
  • Matthias Scheller, Vorstandsvorsitzender Albertinen-Diakoniewerk
  • Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor Immanuel Diakonie 

Veranstaltungsort

Paulus-Praetorius-Gymnasium Bernau
Lohmühlenstraße 26
16321 Bernau bei Berlin

Veranstalter

Herzzentrum Brandenburg
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ladeburger Straße 17
16321 Bernau bei Berlin
T: 03338 694-0
bernau@immanuel.de
www.herzzentrum.immanuel.de

Ihr Ansprechpartner vor Ort

Prof. Dr. med. Johannes Albes
Chefarzt Herzchirurgie
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ladeburger Straße 17
16321 Bernau bei Berlin
T: 03338 694-510
j.albes@immanuel.de

Prof. Dr. med. Christian Butter
Chefarzt Kardiologie und Professor für Kardiologie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ladeburger Straße 17
16321 Bernau bei Berlin
T: 03338 694 610
c.butter@immanuel.de

Dr. med. Georg Fritz
Chefarzt Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Ladeburger Straße 17
16321 Bernau bei Berlin
T: 03338 694-110
g.fritz@immanuel.de 

Ihre Presse-Ansprechpartnerin

Dr. Jenny Jörgensen
Kommunikationsmanagerin Presse
Immanuel Diakonie GmbH
Am Kleinen Wannsee 5 A
14109 Berlin
T: 030 80 505-843
M: 0160 949 00 675
j.joergensen@immanuel.de 

Basisinformationen

Immannuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
Das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg ist als Hochschulklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane ein Krankenhaus der Grundversorgung (Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie und Chirurgie) und Fachkrankenhaus für Herzmedizin. Insgesamt werden jährlich über 12.000 Patienten stationär und ca. 18.000 Patienten ambulant versorgt. Im Ergebnis einer deutschlandweiten Patientenbefragung des Picker Instituts aus dem Jahr 2014 ist das Immanuel Klinikum Bernau die elternfreundlichste Geburtsklinik Deutschlands. Auch 2016 gehört die Abteilung für Geburtshilfe weiterhin zu den drei besten in ganz Deutschland.

Das Herzzentrum Brandenburg zählt mit ca. 1.500 Herzoperationen und über 6.400 Behandlungen in vier Herzkatheterlaboren, wovon eines als Hybrid-Katheterlabor ausgelegt ist, und sechs Operationssälen, einer davon ein hochmoderner Hybrid-OP, zu den führenden Einrichtungen in Deutschland. Die Patienten aus der Metropolregion Berlin sowie dem In- und Ausland können in der medizinischen und pflegerischen Betreuung auf einen über 25-jährigen Erfahrungsschatz vertrauen.

Weitere Informationen:
www.bernau.immanuel.de
www.herzzentrum.immanuel.de
www.mhb-fontane.de
www.facebook.com/Herzzentrum-Brandenburg
www.twitter.com/iD_Herzzentrum

Immanuel Diakonie
Die Immanuel Diakonie mit ihren insgesamt rund 3.100 Beschäftigten in 68 Einrichtungen in Berlin, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Schleswig-Holstein und Hamburg, betreibt Kliniken, Medizinische Versorgungszentren, Einrichtungen der vollstationären Pflege, Suchtkranken- und Behindertenhilfe, psychosoziale Beratungsstellen sowie korrespondierende Dienstleistungsgesellschaften. Alleinige Gesellschafterin des Unternehmens sind die baptisten.schöneberg (Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg, Hauptstraße, K.d.ö.R.).

Weitere Informationen:
http://www.immanuel.de
http://www.immanuel-diakonie-blog.de
http://www.youtube.com/user/ImmanuelDiakonie
http://www.facebook.com/dem.leben.zuliebe
http://www.twitter.com/immanuel_de 

Dateien:

Pressefoto: 2018-10-22 Einladung zum 26. Tag des Herzzentrums am 10. November6,86 MB
 
 
 
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  • Notarzt:
    112
    Rettungsstelle:
    +49 3338-69 45 21

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  • 10. November 2018
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Ansprechpartner

  • Dr.
    Jenny Jörgensen
    Kommunikationsmanagerin Presse der Immanuel Diakonie und aller ihrer Einrichtungen

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    Am Kleinen Wannsee 5A
    14109 Berlin-Wannsee
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    Gottesdienst im Raum der Stille
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    Medizinischer Sonntag der Urania Barnim e.V.: „Herzinfarkt - Jede Minute zählt!”
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