AV-Reentry-Tachykardie

Eine AV-Reentry-Tachykardie tritt anfallsweise auf und entsteht durch kreisende Erregungen zwischen Herzvorhof und Kammer. Viele Patienten haben oft lange Zeit keine Beschwerden. Als Symptome wird aber relativ oft wird ein plötzlich einsetzendes Herzrasen bemerkt, das auch spontan wieder verschwinden kann.

Was ist eine AV-Reentry-Tachykardien?

Bei der AV-Reentry-Tachykardie sorgt eine zusätzliche Leitungsbahn zwischen Vorhof und Herzkammern für Herzrasen

Bei diesem Krankheitsbild, das auch Wolff-Parkinson-White-Syndrom, kurz WPW-Syndrom, gennant wird, liegt neben dem AV-Knoten, der normalerweise die einzige elektrische Verbindung zwischen Vorhof und Herzkammer darstellt, eine weitere, sogenannte akzessorische Leitungsbahn zwischen Vorhof und Herzkammer vor. Diese Bahnen können entweder antegrad, d.h. vom Vorhof in die Herzkammer, retrograd, also von der Herzkammer in den Vorhof, oder in beide Richtungen leiten.

Wenn diese Bahnen die Erregung antegrad leiten können, zeigt sich im Oberflächen-EKG eine vorzeitige Erregung der Herzkammer, bevor die Erregung den üblichen Weg über den AV-Knoten durchlaufen hat. Dieses Phänomen wird Delta-Welle im EKG genannt. Wird nun durch einen vorzeitigen Extraschlag aus dem Vorhof oder der Herzkammer entweder der AV-Knoten oder die akzessorische Leitungsbahn zu einem ungünstigen Zeit getroffen, so kann es zu einer wechselseitigen Kreiserregung zwischen Vorhof und Herzkammer kommen, einer sogenannten AV-Reentry-Tachykardie. Diese führt zu einer hohen Herzfrequenz, die als Herzrasen wahrgenommen wird.

Mehrheitlich sind akzessorische Leitungsbahnen zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer lokalisiert, es gibt jedoch auch Bahnen im Bereich des rechten Vorhofs und der Vorhofscheidewand.

Therapie bei einer AV-Reentry-Tachykardie

Die standardmäßige Therapie bei diesem Krankheitsbild ist die Katheterablation. Hierbei wird mit viel Erfolg (> 95 %) die zusätzliche Leitungsbahn zwischen Vorhof und Herzkammern verödet.


 
 
 
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