Blutuntersuchungen

Blutuntersuchungen haben orientierende Funktion bei der Diagnostik von Herzerkrankungen. Bei manchen Leiden wie dem Herzinfarkt oder der Herzinsuffizienz lassen sich krankheitsspezifische Marker im Blut analysieren, bei bakteriellen Herzklappenentzündungen geben Blutkulturen Aufschluss über die beteiligten Erreger.

Herzzentrum Brandenburg - Diagnostik - Blutuntersuchungen

Blutwerte geben Hinweise auf die Herzfunktion

Zur kardiologischen Diagnostik gehört immer auch eine Untersuchung Ihres Blutes, denn dieses gibt schon viele Hinweise auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand. Darüberhinaus gibt es einige spezielle Blutwerte, die auf die Funktion des Herzens schließen lassen. Hier sehen Sie eine Auswahl im Überblick:

LDH - L-Lactatdehydrogenase

L-Lactatdehydrogenase (LDH) ist ein Enzym, das praktisch in allen Zellen des menschlichen Körpers vorkommt und im Blutplasma oder –serum nachgewiesen werden kann. Steigt der Wert im Blut an, deutet es darauf in, dass wesentlich mehr Körperzellen als gewöhnlich abgestorben sind und so ihre Bestandteile, darunter das LDH, in den Blutkreislauf abgegeben haben.

Die Ursache kann ein vermehrtes Absterben von Herzmuskelzellen und damit einen Herzinfarkt sein. Aber auch andere Organschädigungen z.B. von Lunge, Leber, Galle, Muskeln oder Blut können den LDH-Wert beinflussen, darum müssen zur Diagnoste weitere Parameter hinzugezogen werden.

 

h-FABP

h-FABP (heart-type-Fatty-Acid-Binding-Protein) ist ein Eiweiß, das am Fettsäurestoffwechsel des Organismus beteiligt ist und sich vorwiegend im Herzmuskelgewebe vorfindet. Wenn bei einem Herzinfarkt Muskelzellen im Herzen absterben, wird das Protein h-FABP ins Blut abgegeben und kann schon nach kurzer Zeit dort nachgewiesen werden. Der FABP-Wert ist also eine Möglichkeit über Blutuntersuchungen zeitnah einen Herzinfarkt nachzuweisen.

 

Procalcitonin

Procalcitonin (PCT) ist ein sogenanntes Prohormon, eine Vorstufe des Hormons Calcitonin. Es wird bei Infektionen verstärkt produziert und ins Blut abgegeben. Ein erhöhter PCT-Spiegel kann ein Hinweis auf eine akute schwere bakterielle Infektion wie eine Sepsis oder ein Endokarditis sein, genügt jedoch nicht als einziger Indikator.

Es müssen unbedingt noch andere Analysen und Untersuchungen hinzugezogen werden, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

 
 
 
 
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