Bluthochdruck

Der Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herzerkrankungen, Schlaganfälle, Netzhaut- oder Nierenschäden. Oft bleibt ein Bluthochdruck jahrelang unbemerkt. Mit steigendem Alter nimmt seine Häufigkeit zu.

Was ist Bluthochdruck?

Ein Bluthochdruck ist ein übermäßiger Druck in den Arterien des Körpers. Ärzte sprechen von Bluthochdruck, wenn sich bei wiederholter Blutdruckmessung mindestens ein Wert von 140 zu 90 (Millimeter-Quecksilbersäule) ergibt. Manchmal ist lediglich der obere (systolische) Wert überhöht, der untere (diastolische) aber nicht. Je nach Höhe der Werte wird die Hypertonie in drei Schweregrade eingeteilt. Langfristig kann Bluthochdruck zu irreversiblen Schäden im Gefäßsystem führen. 

Zu den möglichen Folgen gehören:

  • Koronare Herzkrankheit
  • Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Verengungen der Halsschlagader
  • Schlaganfälle
  • Aussackungen der Hauptschlagader
  • periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • chronische Nieren- und Netzhautschäden

Was sind die wichtigsten Symptome?

Der Bluthochdruck verursacht selbst oft keine Symptome und wird meist zufällig entdeckt. Nach mehreren Jahren können allerdings beispielsweise folgende Anzeichen auf einen Hochdruck hinweisen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Nasenbluten
  • Abgeschlagenheit
  • Rote Gesichtsfarbe

Was können mögliche Ursachen sein?

In der Mehrzahl der Fälle lässt sich keine eindeutige Ursache des Bluthochdrucks feststellen. Ärzte sprechen dann von primärer oder essentieller Hypertonie, die vermutlich auf ein komplexes Geflecht von Teilursachen zurückgeht. Dazu zählen:

  • familiäre (genetische) Veranlagung
  • Bewegungsmangel
  • Hoher Salzkonsum
  • Stress

Diagnose von Bluthochdruck

Da der Blutdruck im Tagesverlauf schwankt und beispielsweise auch durch Nervosität erhöht sein kann, muss die Blutdruckmessung für eine korrekte Diagnose stets wiederholt werden.

Diagnoseschritte:

  • Wiederholte Messung an mindestens zwei Tagen, jeweils nach einigen Minuten körperlicher Ruhe
  • Im Zweifelsfall 24-Stunden-Langzeitmessung
  • Zur Abklärung von Folgekrankheiten: Untersuchung von Augenhintergrund (Netzhaut), Herz und Nieren

Therapie bei Bluthochdruck

Die Hypertonie kann bisweilen bereits durch eine Lebensstilveränderung behoben werden. Oft sind allerdings auch Medikamente notwendig.

Lebensstilveränderung

Jeder Mensch mit Bluthochdruck sollte versuchen:

  • regelmäßig körperlich aktiv zu sein
  • Übergewicht zu verringern
  • Alkohol und Nikotin möglichst zu meiden
  • Kochsalzkonsum einzuschränken
  • für Stressabbau und Entspannungsphasen im Alltag zu sorgen

Je konsequenter die Lebensstilveränderung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich insbesondere ein leichterer Bluthochdruck wieder normalisiert. Beispielsweise kann die Verringerung von Übergewicht um fünf Kilo den Blutdruckwert oft um zehn Punkte (Millimeter-Quecksilbersäule) senken. Der Erfolg einer Lebensstilveränderung stellt sich meist innerhalb einiger Monate ein.

Blutdrucksenkende Medikamente

Lässt sich der Bluthochdruck durch eine Lebensstilumstellung nicht in den Griff bekommen, setzen Ärzte blutdrucksenkende Medikamente (Antihypertensiva) ein. Oft genügt ein einzelnes Präparat, mitunter ist auch eine Kombinationstherapie notwendig. Entscheidend: Die Therapie muss auf jeden Patienten individuell abgestimmt werden. Auch muss sich der Körper erst über einige Wochen an die medikamentöse Blutdrucksenkung gewöhnen. Die Behandlung setzt sich in der Regel lebenslang fort.

 
 
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