Vor dem Aufenthalt

Was müssen Sie beachten bevor Sie zu uns in die Herzchirurgie kommen? Wie erfolgt die Anmeldung und was müssen Sie mitbringen? Hier bekommen Sie die dazugehörigen Tipps.

Zahnbehandlung vor einer Klappenoperation: Warum ist das wichtig?

Vor einer geplanten Herzklappenoperation sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen. Wenn Ihr Zahnarzt bei Ihnen eventuell sogenannte „beherdete“ Zähne feststellt, sollten Sie dies unbedingt vor dem Herzklappeneingriff behandeln lassen. Bei „beherdeten Zähnen“ handelt es sich um eine Entzündung mit Bakterien. Diese Beherdung erkennt der Zahnarzt im Röntgenbild der Zahnwurzeln an typischen Aufhellungszonen im Bereich der Zahnwurzelspitzen.

Es handelt sich hier um kleine entzündliche Blasen (Granulome), in denen Bakterien wachsen. Die beherdeten Zähne müssen vor der Herzklappenoperation vollständig behandelt werden. Meist muss der betreffende Zahn dafür gezogen werden. Mit dieser Maßnahme werden auch die Granulome eröffnet. Diese können dann mit einem kleinen scharfen Löffel ausgekratzt und die Bakterien damit endgültig vertrieben werden. In Einzelfällen kann die Wurzel des Zahnes im Kieferknochen weggefräst und die bakteriengefüllte Höhle damit beseitigt werden, dies ist eine sogenannte Wurzelspitzenresektion. Ihr Zahnarzt wird das für Sie in der betreffenden Situation geeignete Verfahren empfehlen.

Der Grund für dieses Vorgehen ist die Gefahr einer Einschwemmung von Bakterien aus diesen Herden im Kiefer in das Blut während oder nach der Herzklappen-Operation, die zu einem Anheften der Keime an den frisch implantierten Herzklappen (Prothesen-Endokarditis) und zu Entzündungen führen können, mit folgenden potentiell lebensbedrohlichen Konsequenzen:

  • Eine Blutvergiftung (Sepsis)
  • Eine spätere unausweichliche Fehlfunktion der eingesetzten Klappen, die für die Herzfunktion unbedingt notwendigen Ventile darstellen, damit das Blut in die richtige Richtung strömen kann.
  • Ein Abschwemmen von anheftenden Bakterienklumpen in den Körper mit Verstopfung lebenswichtiger Arterien mit der Folge eines Schlaganfalls, Nierenversagen, Leberversagen, etc.
  • Abszesse (Eiterhöhlen) im Herzen, die die Grenzen zwischen den Herzkammern oder zwischen den Herzkammern und der Hauptschlagader aufweichen können. Als Folge können Löcher entstehen, die zu einem fehlgeleiteten Blutübertritt führen. Ist solch ein Defekt klein, kann die hohe Strömungsgeschwindigkeit des Blutes in diesem Defekt zu einer Zerstörung roter Blutkörperchen führen. Ist der Defekt groß, kann durch die Menge des fehlgeleiteten Blutes eine Überlastung des Herzmuskels entstehen mit der Folge einer Pumpschwäche.

All diese Komplikationen sind fast unausweichlich nur mit einer erneuten Operation zu beherrschen, die dann unter hohen Gesamtrisiken vorgenommen werden muss. Aus diesem Grunde wird ganz generell empfohlen, die Sanierung von Gebissen mit beherdeten Zähnen vor einer geplanten Reparatur oder einem Ersatz einer oder mehrerer Herzklappen durchführen zu lassen. Natürlich gilt dies auch für die Beseitigung anderer chronischer Entzündungsherde im Körper (z. B. der Nasennebenhöhlen).

Nur bei akuter Lebensgefahr aufgrund eines Klappenfehlers kann von dieser Vorgehensweise Abstand genommen werden. Dann wird das Risiko der Herzinnenraumentzündung (Endokarditis) mit ihren oben beschriebenen Folgen gegen das Risiko des Herzversagens noch vor der Operation abgewogen und die Indikation zur sofortigen Klappenoperation gestellt, trotz des erhöhten Entzündungsrisikos.

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Vor Ihrem Eingriff am Herzen

Ihr Kardiologe meldet Sie telefonisch und mit den erforderlichen Unterlagen bei uns an, Ihr Herzkatheterfilm wird uns gleichzeitig per Datenleitung elektronisch übermittelt. Der Aufnahmetermin wird festgelegt und Ihnen von Ihrem Kardiologen mitgeteilt. Sie können den Aufnahmetermin natürlich gerne bei uns auch direkt erfragen.

Sie können noch zu Hause ein leichtes Frühstück einnehmen.

Ihre Medikamente nehmen Sie weiter wie bisher. Auch Ihre blutverdünnenden Medikamente nehmen Sie weiter, es sei denn, etwas anderes ist für Ihren individuellen Fall besprochen worden.

Patienteninformationsbroschüre

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ihrem Aufenthalt in unserer Klinik zusammengefasst- von A wie Anmeldung bis Z wie Zuzahlung.

Lesen Sie die Patientenbroschüre online

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Anmeldung in der Herzchirurgie

Am Aufnahmetag erwarten wir Sie im Herzzentrum zwischen 09:30 und 10:00 Uhr.

Im Erdgeschoss finden Sie gleich neben der Rezeption die Patientenaufnahme. Nach Erledigung der Formalitäten erwarten wir Sie auf der Station 8 im 3. Stock.

Durch die Änderung des Krankenhausfinanzierungsreformgesetzes (KHRG) wurde den Krankenhäusern die Einziehung der Krankenhauszuzahlungen nach § 39 Abs. 4 SGB V übertragen. Danach haben gesetzlich krankenversicherte Patienten einen Beitrag in Höhe von 10,00 Euro pro Kalendertag, begrenzt auf 28 Tage im Kalenderjahr, zu entrichten.

Bitte denken Sie bei Ihrer Entlassung daran, diese Zuzahlung in der Kasse / Patientenaufnahme oder Rezeption für die Zeit Ihres vollstationären Aufenthaltes im Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg zu entrichten.

Checkliste – Was müssen Sie in die Herzchirurgie mitnehmen?

  • Nachtwäsche
  • Unterwäsche
  • Hausschuhe
  • Morgenmantel/ Trainingsanzug
  • Handtücher
  • Hygieneartikel
  • Bitte nehmen Sie keine Wertsachen mit!
    Sollte dies unumgänglich sein, geben Sie diese bei der Stationsschwester ab, die sie dann in einem Safe deponiert.
  • Eine geringe Menge Bargeld kann nützlich sein, für Besuche in der Cafeteria, Zeitungen, aber auch zum Kauf einer Telefonkarte, mit der Sie dann jederzeit direkt in Ihrem Zimmer erreichbar sind.

Besuchszeiten in der Herzchirurgie

Sie können Ihre Angehörigen auf der Intensivstation jederzeit besuchen.

Im Wachbereich bitten wir um Einhaltung der Besuchszeiten: täglich von 14.30 bis 17.00 Uhr.

Haben Sie bitte Verständnis, dass hier nur 2 Besucher pro Patient möglich sind. Kinder unter 14 Jahren ist der Zutritt nur in Ausnahmefällen gestattet.


Telefonnummern der Herzchirurgie

Sie und Ihre Angehörigen können uns jederzeit anrufen:

  • Station 5
    T: 03338 694500 oder 694501
  • Station 8
    T: 03338 694800 oder 694801
  • Intensivstation
    T: 03338 694100 oder 69410
 
 
 
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Alle Informationen zum Thema

Notfallnummern

  • Notarzt:
    112
    Rettungsstelle:
    +49 3338-69 45 21

TEE-Kurse

Ansprechpartner

  • Univ.-Prof. Dr. med.
    Christian Butter
    Chefarzt der Abteilung Kardiologie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg

    Chefarztsekretariat Christine Meinecke
    Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
    Ladeburger Straße 17
    16321 Bernau bei Berlin
    T 03338 694-610
    F 03338 694-644
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  • Univ.-Prof. Dr. med.
    Johannes Albes
    Chefarzt der Abteilung Herzchirurgie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg

    Chefarztsekretariat Barbara Hohlfeld
    Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
    Ladeburger Straße 17
    16321 Bernau bei Berlin
    T 03338 694-510
    F 03338 694-544
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  • Dr. med.
    Georg Fritz
    Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg

    Chefarztsekretariat Marion Scheibel
    Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg
    Ladeburger Straße 17
    16321 Bernau bei Berlin
    T 03338 694-110
    F 03338 694-144
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Termine

  • 02 April 2017
    Gottesdienst im Raum der Stille
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  • 09 April 2017
    Gottesdienst im Raum der Stille
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  • 16 April 2017
    Gottesdienst im Raum der Stille
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