Myokardszintigraphie

Ein weiteres bildgebendes Spezialverfahren ist die sogenannte Myokardszintigraphie, die mit radioaktiven Markersubstanzen durchgeführt wird und eine Analyse der Durchblutung und Vitalität des Herzmuskels, etwa bei Koronarer Herzkrankheit, ermöglicht.

Wann kommt eine Myokardszintigraphie zur Anwendung?

Die Myokardszintigraphie erlaubt eine Einschätzung der Durchblutung der Herzmuskulatur unter Belastung bei:

  • Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit
  • zur Klärung der hämodynamischen Relevanz von Engstellen, sogenannten Stenosen, bei bekannter koronarer Herzkrankheit
  • zur Unterscheidung zwischen Narben und reversiblen Ischämien (Mangeldurchblutungen) unter Belastung, z.B. vor oder nach Eingriffen an den Herzkranzgefäßen wie einer PTCA oder einem Koronararterienbypaß

Wie wird eine Myokardszintigraphie durchgeführt?

Der Patient wird zunächst durch eine Ergometrie bis zur Belastungsgrenze belastet. Eine geringe Menge 201-Thallium Nuklid, eine radioaktive Substanz, wird kurz vor Ende der Belastung intravenös in die Armvene injiziert. Das Thallium Nuklid wird vorübergehend in den Herzmuskelzellen angereichert.

Direkt im Anschluss an die Injektion erfolgen die ersten Aufnahmen in SPECT-Technik mittels einer hochempfindlichen Gamma-Kamera, die die abgegebene Strahlung detektiert. Dabei ist die Thallium-Anreicherung in durchblutungsgestörten Arealen deutlich reduziert.
Nach etwa drei bis vier Stunden werden erneut Aufnahmen, ebenfalls in SPECT-Technik, angefertigt.

Abschnitte des Herzmuskels, die in den Stress-Aufnahmen weniger Aktivität anreichern als in den Ruhe-Aufnahmen, werden als Belastungs-induzierte Ischämie interpretiert. In beiden Aufnahmen nachweisbare Speicherdefekte weisen auf eine Narbe des Myokards, beispielsweise nach einem Myokardinfarkt hin. Beide Befunde können mit gewissen Einschränkungen den Bezirken einzelner unterschiedlicher Herzkranzgefäße zugeordnet werden.


Die Durchführung der Myokardszintigraphie erfolgt bei speziellen Fragestellungen in Kooperation und in den Räumlichkeiten der nuklearmedizinischen Praxis von Dipl-med. Karsten Zschach im Ärztehaus auf dem Krankenhausgelände.

Dipl-med. Karsten Zschach
Ladeburger Straße 21
16321 Bernau bei Berlin
T: 03338 760-979

 
 
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